Rondellhund - Der Hund im Kreisverkehr
“Rondellhund” ist eine Form von Straßenkunst die sich seit 2006 lauffeuerartig in Schweden ausbreitet. Es handelt sich um Nachbildungen von Hunden, die auf der Mittelinsel eines Kreisverkehrs (schwedisch: rondell) aufgestellt werden. In geringer Anzahl gibt es auch Werke, die andere Tiere zeigen.
Geschichte
Im Frühjahr 2006 stellte die Künstlerin Stina Opitz ihr Kunstwerk Cirkulation II in einem Kreisverkehr der Stadt Linköping auf. Es besteht aus einem 70 cm hohen, in weißem Beton gefertigten Hund und einem Betonreifen mit 9 m Durchmesser, der in einem Winkel von 45 Grad aufragt. Kurze Zeit später wurde der Kopf des Hundes von Vandalen zerstört. Noch während darüber diskutiert wurde, wie das Werk am besten zu ersetzen ist, stellten Thomas Nordmark und Rickard Leckne einen Holzhund an gleicher Stelle auf, der kurz darauf durch einen Hundeknochen aus Beton ersetzt wurde.
Diese Art des Volkshumors wurde in der Lokalpresse beschrieben, was viele Bürger der Stadt animierte auch in anderen Kreisverkehranlagen künstliche Hunde aufzustellen. Die Zeitung “Östgöta Correspondenten” veröffentlichte einen humorvollen Beitrag (Link auf schwedisch), in dem erklärt wurde, dass die Rondellhunde Östergötlands einer eigenen Hunderasse angehören. Bald tauchten auch in anderen schwedischen Städten Rondellhunde auf und heute gehören sie in vielen Orten zum üblichen Straßenbild.
Rondellhunde in Deutschland
Der erste Rondellhund Deutschlands tauchte Anfang Juni 2007 in einem Kreisverkehr im nordrhein-westfälischen Haltern am See auf. Darüber hinaus wurde unter der Leitung der Lehrer Scholz und Röben an der Kooperativen Gesamtschule Schneverdingen ein Projekt zum Thema “Rondellhunde für Schneverdingen” durchgeführt.
Die dunklere Geschichte
Die Beschreibung des Rondellhundes ist leider nicht komplett ohne einen Hinweis auf umfassande Kritik die hauptsächlich im Nahen Osten aufkam, als der schwedische Künstler Lars Vilks am 31. August 2007 in der Zeitung Nerikes Allehanda eine Zeichnung publizierte, die den Propheten Mohammed als Rondellhund darstellte. Zahlreiche Demonstrationen und Diskussionen über die Zulässigkeit von Satire gegenüber religiösen Minderheiten folgten.
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